Handlungsempfehlungen
  • Eindämmung der Erkrankung

    Bei der Verursachung der Buchenrindennekrose spielt offenbar die Buchenwollschildlaus (Cryptococcus fagisuga Lind.) eine bedeutsame Rolle (siehe Waldschutzinformationssystem – Buchenrindennekrose). Bei diesem Insekt werden immer wieder ausgeprägte Massenvermehrungen beobachtet, die kaum durch forstliche Maßnahmen beeinflusst werden können. Nicht verhindert werden kann auch der Befall der Bäume durch Rindenpilze ( z.B. Nectria-Arten ). Gezielte Maßnahmen zur Vermeidung der Erkrankung von Buchen durch die Buchenrindennekrose sind daher gegenwärtig nicht möglich. Allerdings zeigen die lange zurückreichenden Erfahrungen mit dieser Erkrankung, dass die Schäden meist nur phasenweise auftreten und in der Regel nur einen Teil der Bestandesglieder der Buchenbestände betreffen. Die Buchenwirtschaft wird durch diese, seit vielen Jahrzehnten bekannte Erkrankung nicht in Frage gestellt.

    Demgegenüber ist der Befall äußerlich vital erscheinender Buchen durch den Laubnutzholzborkenkäfer Trypodendron domesticum  (siehe Waldschutzinformationssystem – Befall durch den Laubnutzholzborkenkäfer) ein in dieser Weise neues Phänomen. Die Besiedlung der Buchen durch dieses Insekt setzt eine Disposition der Bäume voraus, bei der Alkohole und andere Duftstoffe abgegeben werden. Trotz der intensiven Untersuchungen im Rahmen des Projekts ist es bislang nicht gelungen, den Anlass für diese Disposition, der vermutlich vor Beginn des Projekts lag, zu finden. Die Auswahl des Brutmaterials durch T. domesticum lässt sich nur sehr schwer vorhersagen. Auch liefern Stöcke und bereits wenige, im Konkurrenzkampf absterbende Buchen ein hohes Vermehrungspotential. Teile der Population überwintern im Boden und können somit bei Hiebsmaßnahmen, die in der Regel in der Vegetationsruhe stattfinden, nicht erfasst werden. Spezielle Maßnahmen zur Regulierung der Populationsdichte  von T. domesticum sind daher nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand nicht sinnvoll.

    Während einem Ausbruch der Erkrankung kaum gezielt entgegengewirkt werden kann, lässt sich das Ausmaß der Folgeschäden erheblich eindämmen (siehe „Überwachung der Buchenbestände“, „Behandlung betroffener Buchenbestände“, „Holzverwertung“).