Handlungsempfehlungen
  • Überwachung der Buchenbestände und Markierung der betroffenen Bäume

    In den von der Buchenerkrankung betroffenen Regionen und auch darüber hinaus sollten die Buchenbestände auf das Auftreten von Erkrankungssymptomen überwacht werden. Besonders sorgfältig sollte diese Überwachung in Beständen erfolgen, in denen von Dimension und Qualität her wertvolle Buchen stocken, da nur bei einer Nutzung im Frühstadium der Erkrankung empfindliche Werteinbußen vermieden werden können (siehe „Holzverwertung“). Empfohlen wird eine Durchmusterung der Bestände möglichst im Zeitraum Mai bis Juni. Geachtet werden sollte auf die Symptome der klassischen Buchenrindennekrose wie Schleimfluss, Rindenablösungen, Pilzfruchtkörper, Spechtabschläge sowie auf Anzeichen von Holzbrüterbefall (Auswurf von weißem Bohrmehl) an stehenden Stämmen. Die Symptome der Buchenrindennekrose treten vor allem an der Nordseite der Stämme, beginnend unterhalb des Kronenansatzes und nach unten fortschreitend auf. Der Holzbrüterbefall an ansonsten symptomfreien Buchen ist vor allem am Stammfuß zu beobachten. (detaillierte Symptombeschreibungen: Waldschutzinformationssystem – Buchenrindennekrose, Befall durch Laubnutzholzborkenkäfer). Da das ausgeworfene Bohrmehl bei Regen rasch abgewaschen wird, sollte der Begang in einer Schönwetterperiode erfolgen.
    Erkrankte Buchen sollten deutlich markiert werden. Dabei ist es zweckmäßig zwischen den Symptomen der klassischen Buchenrindennekrose und dem ausschließlichen Holzbrüterbefall ansonsten vital erscheinender Bäume zu unterscheiden.

    Unsere Bitte an die Waldbesitzenden:

    Teilen Sie bitte in Ihrem Wald beobachtete Erkrankungssymptome Ihrem Forstamt mit. So helfen Sie mit, einen Überblick über das Erkrankungsausmaß und die Entwicklung der Erkrankung zu erhalten.