Handlungsempfehlungen
  • Behandlung betroffener Buchenbestände

Auch in von der Erkrankung betroffenen Buchenbeständen sollte die Zielsetzung des naturnahen Waldbaus, die Erziehung buchenreicher Mischbestände mit hoher Wertholzproduktion nicht aufgegeben werden. Zur Erhaltung der vorhandenen, standortsangepassten Herkünfte sollte die Verjüngung der Buche nach Möglichkeit über Naturansamung erfolgen. Bei der Festlegung der Anzahl der Auslesebäume sollte das  höhere Ausfallrisiko berücksichtigt werden. Auch sollten keine Auslesebäume ausgewählt werden, die  sehr starken Wolllausbefall oder bereits Symptome der Buchenrindennekrose aufweisen.

Erkrankte  Bäume sollten außer aus Verkehrssicherungsgründen in Gefährdungsbereichen nur eingeschlagen werden, wenn sie auch sinnvoll zu vermarkten sind. Reine Waldhygiene- oder Sanierungshiebe sind nicht sinnvoll, da hierdurch die Gefährdungssituation der noch nicht betroffenen Bestandesglieder nicht entscheidend reduziert werden kann und negative Auswirkungen auf die Bestandesstruktur und die für die Entwicklung der Buchennaturverjüngung wichtige Schirmstellung eintreten können.